Freunde und die Dauergäste meiner Website wissen es längst:

Ich bin kein großer Doo Wop - Fan.

Dieser Stil ist mir zu soft, zu seicht-melodiös (fast schlagerhaft), mir fehlt hier oft der Witz/Humor und ich vermisse absolut die spürbare Rebellion.

So ist das nun mal: Jeder Rock´n´Roller hat so seine musikalischen Vorlieben, aber auch Abneigungen.

Dennoch sagte man mir wiederholt, dass es in diesem Fall ausnahmsweise mal nicht nach mir ginge und auf einer Page wie dieser, auch diese Musikrichtung unbedingt Erwähnung finden sollte.

Ihr habt natürlich Recht. Und so habe ich also die Musik-Rubrik um einen Doo Wop-Bereich erweitert.

Ein paar Leuten ist der gleich folgende Einführungstext zu lang.  Auf meine Anfrage, was genau ich denn weglassen könnte, kam allerdings von Euch kein Vorschlag. Also bleibt erstmal alles so, wie es ist. Denn es schauen hier auch Leute rein, die den Begriff noch nie gehört haben. Denen möchte ich das erläutern.


Doo Wop ist ein Musikstil, der auf einem mehrstimmigen Gesangsarrangement basiert. Doo Wop zeichnet sich durch den intensiven Gebrauch von Nonsens-Silben und Melismen aus. Weitere wichtige Merkmale sind der prägnante und deutlich von den anderen Stimmen abgehobene Bass sowie der häufige Einsatz von Falsett. Die Songs basieren größtenteils auf der Harmonik und dem Schema der Rock 'n' Roll- bzw. Rhythm-and-Blues-Balladen, die Texte drehen sich vorwiegend um Liebe.

Die Blütezeit des Doo Wop fällt in die 1950er und frühen 1960er Jahre. Eine Doo-Wop-Gruppe bestand meist aus vier oder fünf Mitgliedern: einem Leadsänger, einem Ersten Tenor, einem Zweiten Tenor, einem Bariton und dem Bass. Die Wurzeln dieses Stils liegen im Gospel, im Jazz, im Blues und im Barbershop-Gesang.

Der Name leitet sich von den typischen Nonsens-Silben her, wie z. B. Diddle-De-Dum, Du-Wah oder eben Doo-Wop.

Der Begriff Doo Wop wurde vereinzelt schon Ende der 1950er Jahre verwendet, aber erst ab 1969 durch den New Yorker Discjockey Gus Gossert populär gemacht. Zur Zeit ihrer Entstehung fiel diese Art der Musik unter Rock 'n' Roll oder Rhythm and Blues, je nachdem, ob es sich bei der Gruppe um eine weiße oder schwarze Formation handelte.

Noch heute werden viele Doo-Wop-Nummern unter Rock 'n' Roll subsumiert. Verwendet wird auch die Bezeichnung Street Corner Music, weil die Gruppen oft an Straßenecken sangen. Einige Puristen lehnen den Begriff Doo Wop ab bzw. wollen ihn auf das Oeuvre weißer Interpreten beschränkt wissen.

Die Tradition der Vocal Groups begann in den USA der 1920er Jahre mit Gruppen wie den Revellers (den Vorbildern der Comedian Harmonists), sowie in den 1930er und 1940er Jahren mit den Ink Spots, den Mills Brothers, den Delta Rhythm Boys oder Cats & the Fiddle mit Tiny Grimes. Diese Art der Musik war die Domäne der Afroamerikaner.



Als Geburtsjahr des Doo Wop gilt 1948, als die Orioles mit der Ballade It's too soon to know die erste Nummer aufnahmen, die alle stilbildenden Merkmale aufweist. 1951 kam es zu einem ersten Boom des Doo-Wop-Stils, Gruppen wie The Clovers, The Dominoes oder The Five Keys eroberten die R&B-Charts. Noch waren Interpreten wie Publikum ausschließlich Afroamerikaner.


Mitte der 1950er Jahre fanden weiße Jugendliche zunehmend Gefallen an der Musik der Schwarzen. So schafften die ersten Doo-Wop-Nummern den Sprung in die US-Billboard-Charts. Aus dieser Zeit stammen die Klassiker Earth Angel von den Penguins und In the Still of the Night von den Five Satins. Es entstanden auch die ersten so genannten Mixed Groups, die aus weißen und schwarzen Mitgliedern bestanden (Del-Vikings, The Rob Roys, The Fascinators, The Crests). Es war dies ein Vorzeichen für das Ende der in den damaligen USA herrschenden Rassentrennung.


Um die Jahre 1957/58 kamen die ersten ausschließlich aus weißen Mitgliedern bestehenden Gruppen auf, wie Dion and the Belmonts (oh, die mag ich seeehr!), die Elegants und die Academics. Es handelte sich vorwiegend um Italoamerikaner, die den Belcanto-Stil der italienischen Oper in die Musik einbrachten. Das Zielpublikum dieser Gruppen waren die weißen Teenager, obgleich sie auch in den R'n'B-Charts erfolgreich waren.


Nach dem abrupten Ende von Doo Wop als Massenphänomen retteten afroamerikanische Musiker Elemente des Doo Wop in den Soul. Einige Gruppen wie The Dells oder The Manhattans waren noch in den 1970er Jahren mit einem nur wenig modifizierten Doo-Wop-Sound erfolgreich. Auch in der Surfmusik – speziell dem Vocal Surf – lebte Doo Wop, etwa im mehrstimmigen Gesang der Beach Boys weiter, obgleich sich dieser eher an Pop-Vocalgruppen der 40er/50er Jahre wie den Four Freshman anlehnte.






Ende der 1960er Jahre kam es in den USA zu einem Rock 'n' Roll-Revival, das eigentlich den Namen Doo-Wop-Revival verdienen würde, waren es doch vor allem Doo-Wop-Nummern, die von den entstehenden Oldie-Radiosendern ausgegraben wurden. Dutzende von Gruppen (The Nutmegs, The Channels, The Belmonts) reformierten sich, gaben umjubelte Konzerte und nahmen neue Platten auf. Die Revue-Band Sha Na Na sang At The Hop in Woodstock. Das Musical Grease feierte mit vielen Doo-Wop-ähnlichen Liedern riesige Erfolge am Broadway. Der Film American Graffiti, mit einer Vielzahl von Doo-Wop-Songs im Soundtrack, wurde ein weltweiter Blockbuster, ebenso The Wanderers. Die erfolgreiche Fernsehserie Happy Days hatte sogar einen Doo-Wop-Titelsong.

Im Deutschland der 1950er/60er Jahre spielte Doo Wop keine Rolle. Nur wenige US-amerikanische Doo-Wop-Nummern fanden Eingang in die deutsche Hitparade. Es gab keine einzige deutsche Doo-Wop-Gruppe, die auf landesweite Resonanz stieß. Vereinzelt coverten deutsche Interpreten Doo-Wop-Songs, doch diese Adaptionen können stilistisch nur schwer dem Genre zugeordnet werden.


Textquelle:  Wikipedia

_______________________________________________________________________________________

Und noch etwas treibt mich beim Doo Wop zur Verzweiflung: Aus irgendeinem Grund werden, vor allem bei den Doo Wop - Interpreten, bei YouTube (im Nachhinein) die Rechte zum Einbetten in eine Homepage entzogen. Das bedeutet, ich kann die entsprechenden Einspieler hier problemlos installieren und für eine Weile laufen die auch wie erwartet. Irgendwann werden diese Rechte bei YouTube gecancelt; man kann sie dann von hier aus nicht mehr auslösen.

Ich versuch´s mal mit den folgenden Einspielern und hoffe auf lang dauernde Abspielbereitschaft (bitte nicht motzen, wenn Eurer Meinung nach Titel/Interpreten fehlen sollten - das steht alles nicht in meiner Macht):












DION & THE BELMONTS

(Dion mag ich, denn seit dem obercoolen Titel "The Wanderer" darf sich dieser Interpret bei mir alles erlauben - sogar seichten Doo Wop.)












___________________________________________________________________________________

Na klar gefällt mir auch mal der eine oder andere Doo Wop-Song oder Stücke mit Doo Wop-Elementen. Es gibt da einige Titel, die witzig interpretiert sind oder ironische Texte haben.

Wie wär´s mit den FOUR SEASONS ?!



...oder den BEACH BOYS?!   (ich hab was übrig für das Sommer-Urlaubs-Strand-Feeling)

_____________________________________________

Ach so, ja: Diese ganzen Girl-Groups oder einzelne Ladies aus den Sixties entsprechen durchaus meinem musikalischen Geschmack. Cool. Hier mal ein paar Beispiele.




___________________________________________________________


Alles aus "Cry Baby" erwärmt mein Herz ;-)


...oder einfach mal dieser entzückende Filmausschnitt?!

___________________________________________________________________

Auch nett:  MenMenMenMenMen - e - Men HooHooHooHoo    (HaHaHaHa!!)



ROCKY SHARPE & THE REPLAYS

(so schlecht, dass es schon wieder gut ist!  HeHeHeHe...)




Diese Rubrik wird mit zwei besonderen Schmankerln abgerundet:





So lasse ich mir Doo Wop und Acapella-Einsätze gern gefallen     ;-DDDDDDD






Zum krönenden Abschluss - für New Romantic - Torsten, der auch die Ärzte maag (äh..mag):