Vor rd. 29 Jahren (am 27.12.1982)

hatten Mike       


und seine Kumpels

Danny       

 

sowie

Alex      

 

die Jay Hawkers gegründet.




Mike hatte in seiner Kindheit gern die Elvis-Platten seines Vaters gehört und fühlte sich  in seiner Jugend, zu Beginn der Achtziger Jahre, sehr inspiriert durch einen Auftritt der Berliner Teddy Boy - Band "The Jesters".

Grafik verlinkt


Die Jesters traten im September 1980 in der Discothek "Mannix" in Berlin-Lichterfelde auf und Mike, als einer der Zuschauer/hörer, war sofort Feuer und Flamme.





Bei Rockin Wildcat wurden die folgenden Jesters-Bilder hinterlegt, die damals im Mannix (allerdings nicht von Mike) geschossen wurden:




Ob Popper oder Ted - In den 80ern war es total angesagt...,



...weiße Tennissocken zum Anzug zu tragen.





Zurück zu den Jay Hawkers:

Zu Mike, Danny und Alex gesellte sich dann rasch eine Clique von rd. acht  Burschen - die Zahl der Mitglieder variierte natürlich über den jahrelangen Zeitraum hinweg.

Als Rock´n´Roller-Truppe "JAY HAWKERS" (keine Band, sondern ein Zusammenschluss von  jungen Kerlen, die auf Rockabilly stehen) machten sie West-Berlin und die 80er Jahre unsicher.



             Ganz außen rechts steht Uwe.

Als Autor "Wolf Uwek" schrieb er in den 90ern den Roman "Teddy Boy"   


Nachtrag: Zwei Leute haben sich inzwischen "beschwert", dass man den Uwe kaum erkennen kann - ich soll mal lieber noch ein Bild raussuchen, wo dieser legendäre Autor besser zu sehen ist. Wird prompt geliefert - bitteschön:

Stimmt, Uwe sah genauso aus, wie der in seinem Roman beschriebene Bursche "Kurt". Lang, schlacksig und blond.  Na son Zufall...    ;-))







Was hat es mit dem Namen auf sich, wird oft gefragt:

Wie allegemein bekannt ist, kommt der Rock´n´Roll aus den Südstaaten Amerikas (vorwiegend Texas). Viele Rock´n´Roller verspüren deswegen nicht nur eine Vorliebe für die amerikanischen Südstaaten an sich, sondern auch für den Bürgerkrieg (1861 - 1865), der einst zwischen Nord- und Südstaaten tobte. Zu dieser Zeit war an Rock´n´Roll zwar noch nicht zu denken, aber die damals aufbegehrenden Südstaatler stehen für Rebellion, welche wiederum fest in dieser Musikrichtung verankert ist. Die Südstaatler wollten aber auch die damals verbreitete und durchaus übliche Sklaverei beibehalten. Mike und seine Truppe liebten den Rock´n´Roll und mochten auch den ländlichen-coolen Flair, den die amerikanischen Südstaaten nun mal ausstrahlen - aber mit dem Befürworten der Sklaverei oder mit Rassentrennung wollten sie nicht in Verbindung gebracht werden. So nannten sie sich also: Jay Hawkers, denn das waren im vorerwähnten Bürgerkrieg die Guerillaeinheiten, welche eher mit dem Norden (Union) sympathisierten. Sie kämpften vorwiegend in Kansas gegen Sympathisanten der Konföderation wie z. B. den Pro-Sklaverei-Anhängern oder den Milizverbänden aus Missouri. Der Name ist eine Verballhornung zweier englischer Vogelnamen: des Jay (Häher) und des Hawk (Habicht); zusammengezogen also Häher-Habicht. Ihre konföderierten Gegenspieler waren die sog. Bushwhackers. Wer mehr über die Bürgerkriegs-Jay Hawkers erfahren möchte, sollte das Stichwort mal bei Wikipedia nachschlagen.




Sowohl die damaligen Bürgerkriegs-Jay Hawkers als auch die entsprechenden Rock´n´Roller aus der Neuzeit sind demnach Rebellen unter den Rebellen.


Genau das hatte mir schon damals in den 80ern so gut an Mike gefallen...

...neben seiner extrem coolen Optik natürlich  ;-)        

Ich war sehr beeindruckt und mein Herz stand in Flammen 


Wir sehen Danny (1983. Live und in Farbe) - aber wer ist eigentlich der geheimnisvolle Schattenfotograf??!!

Na klar handelt es sich um: "Mike The Mystery Shadow"

(ich steh´ übrigens total auf Kerle in Holzfällerhemden! Da werde ich schwach)

                                                                                                      Ich auch!


Der fiese Rosastich war trotz intensiver Bemühungen des...

Bildbearbeitungsprograms nicht gänzlich auszumerzen (aber Ihr müsstet mal das Original sehen...)  Das Bild zeigt übrigens "Little Gray Mützchen" und "Pocahontas Four-Eyes". Hugh, ich habe gesprochen!


                                                 Uwe und Andy (aha, so sehen die Creeps also von unten aus...)



Jochen (Mitte) war oft dabei, ist aber kein Jay Hawker.











Anfang September 1983 lernte ich Mike vor dem Memories (Stresemannstraße) kennen.

       

Er sprach mich an; lud mich zu seiner Party am nächsten Wochenende ein.

Ich bekam diesen Zettel.

 

Selbstverständlich ging ich hin, denn der Bursche hatte mir sofort gefallen. Wir verliebten uns. Trotzdem gab es Streit. Die kleine Liebesgeschichte fand ein jähes Ende, kaum dass sie angefangen hatte. Nach über 20 Jahren liefen wir uns wieder zufällig über den Weg - und kriegten diesmal die Harmonie sowie die Romantik erheblich besser hin. Seit 2008 sind wir verheiratet.

Ich konnte mein Glück kaum fassen und schrieb Ende 2008 (verliebt und außerdem im Revival-Taumel) mit dem Autorennamen "Simone Bouvier" den Roman:

"Teddy Girl - Ein Rockabillymärchen" 

Grafik ist verlinkt


Zurück zur wilden Jay Hawkers-Gang:


  






Mitte/Ende der 80er bastelten die Jay Hawkers monatlich das für 2 DM zum Verkauf stehende Magazin "Der Rock and Roller". Es wurden 27 Ausgaben produziert.




(der junge Mann rechts gehört nicht zur Gang)


Und auch hier ist es lediglich Mike (Mitte), der zur "Bande" gehört.



















Mitte der 90er Jahre löste sich die Vereinigung "Jay Hawkers" auf, aber einige der einstigen Mitglieder haben noch immer Kontakt untereinander und spätestens an jedem 27. Dezember treffen sich so viel wie möglich von ihnen irgendwo auf ein paar Bierchen.


So geht ein Treffen zu vorgerückter Stunde dann meist aus:           

Sie haben sich halt gern, die (äh)  GAY HAWKERS  !

    



LET THE GOOD TIMES ROLL !!!