Von Orlando aus waren wir mit unserem Mietwagen gute vier Stunden unterwegs gewesen in Richtung Miami Beach und kamen am späten Abend in Sunny Isles bei der von Donald Trump errichteten Bettenburg an:

Bild aus dem Internet

Im 12. Stockwerk bezogen wir unser Zimmer und hatten diese nette Aussicht:

Wie gesagt, es war schon ziemlich spät und die Sonne senkte sich über der Touristen-Stadt.

Am nächsten Tag sah das Ganze dann so aus.





Ja, auf Sunny Isles in Miami sieht´s ein wenig anders aus als im beschaulichen Kissimmee, nahe Orlando... (und es ist dort sogar noch wärmer und schwüler)

Pool und Strand sind auf der anderen Seite, nach hinten raus - ich zeig Euch mal ein klasse Bildchen aus dem Internet, aufgenommen vom Dach unseres Hotels:


Weder vom Pool noch vom Strand haben wir viel gesehen, denn wir hatten wieder ein volles Programm:

Am ersten Tag schenkten wir dem wunderschönen Art Deko-Viertel in Miami Beach große Beachtung.




Im Art Déco District von Miami Beach findet man mit das größte zusammenhängende Gebiet von Häusern in diesem Baustil. Die meisten der Gebäude stammen aus den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Sie wurden auf der südlichen Spitze von Miami Beach errichtet und sollten zwischenzeitlich abgerissen werden. Durch Proteste von Bürgerinitiativen konnte dies verhindert werden. Diese einmaligen architektonischen Schmuckstücke befinden sich in einer etwa 2,5 km² großen Zone, die von der „Miami Design Preservation League“ und anderen Denkmalschützern eingerichtet wurde. Der Art Déco District wurde 1979 als Miami Beach Architectural District zum U.S. historic dictrict erklärt. Das Gebiet liegt zwischen dem Atlantischen Ozean, dem Miami Boulevard, der Alton Road und dem Collins Canal. Er umfasst 960 historische Bauten.


Der Ocean Drive, die Flaniermeile von Miami Beach, führt direkt durch den Art Déco District. Viele der Art-Déco-Gebäude werden heute als Hotels genutzt.


Übrigens läuft auf dem gesamten Ocean Drive nicht einmal annähernd die "richtige" Musik, die das schöne Art Deko - Ambiente und den Flair einer genauso coolen wie auch eleganten Zeit unterstützen würde.

Stattdessen schallt dort aus jedem der zahlreichen Cafés und Restaurants Popmusik der heutigen Zeit (Lady Gaga, Hip Hop usw; und das auch noch mordsmäßig laut). Schinkenstraße/Ballermann. Das enttäuschte uns bitter. Zum Glück habe ich hier auf meiner Page die Möglichkeit, etwas Passendes einzustreuen.

Swing wäre auf jeden Fall das Richtige und ich fand ein wirklich schönes Stück...



Was versteht man unter dieser Stilrichtung? Dem Art Déco fehlt ein eindeutiges, zugrundeliegendes Stilmerkmal. Vielmehr handelt es sich, inmitten des generellen Aufbruchs der klassischen Moderne, um eine gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit der Materialien, Stärke der Farben und Sinnlichkeit der Thematik. Charakteristisch für den Art Déco ist die Darstellung floraler und organischer Motive. Dieses bewusste Fehlen von Schatten und Natürlichkeit vermittelt den modernen und oft plakativen Eindruck der Kunst jener Epoche. Die industrielle Fertigung sowie die unbeschwerte Mischung von Stilelementen unterschiedlicher Herkunft sind wichtige Voraussetzungen.
















Blick auf den Strand am Ocean Drive (hahaha... herrlich!)









In den Hotels sieht es innen auch schön stylish aus (die folgenden Innenansichten sind aus dem Internet):







Dem Art Déco setzte der Zweite Weltkrieg in Europa ein jähes Ende; die Stimmung der unmittelbaren Nachkriegszeit entsprach nicht einem solchem Luxus; dieser fröhlichen Unbeschwertheit. Am ehesten überdauerte der Stil in den USA, vor allem in Hollywood, New York sowie Miami (Florida), und floss noch in das Design der 1950er-Jahre mit ein, sichtbar auch in der Gestaltung von Automobilen und Möbeln (Nierentisch usw.).






Am Ende vom Ocean Drive trifft man auf das Art Deko - WelcomeCenter mit Informationen über dieses Viertel...



...und auch einem sehr niedlichen Shop.

Und in diesem neckischen Laden säuselte ganz leise Swing-Musik vor sich hin! Das fand ich so bemerkenswert, dass ich sofort ein entsprechendes Lob-Sprüchlein ins dortige Gästebuch kritzelte.



Damit endete unser Architektur-Ausflug in Miami.  Good Bye, beautiful Art Deko-District...


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Der nächste Tag verlief lange nicht so bunt, denn wir waren in den

EVERGLADES !



Was hatte ich mich gefreut, mit einem coolen Airboat übers Wasser und durch das Schilfgras zu preschen.


Und Alligatoren in freier Wildbahn hatte ich fotografieren wollen.


Oft hatte ich andere Leute (mit glänzenden Augen) davon sprechen hören...

Tja, die beiden obigen Bilder sind zwar echte Everglades-Fotos; jedoch sind es nicht die von mir geschossenen, sondern irgendwelche Pics aus dem Internet.

Meine Bilder sehen so aus:         Modder..., Moor..., Morast

                                                                 Schlammiger Schlick - überall


Erläuterung unseres Rangers: Die Everglades führen seit einigen Jahren ganz erheblich weniger Wasser. Es gab mehrere heiße Sommer, die wohl noch heißer waren als sonst und auch die Wintermonate hatten nicht den erwarteten Niederschlag gebracht (globale Erderwärmung?! Klimawandel?! Ozonschicht im Eimer?!).

Statt dessen gab und gibt es obendrein etliche Feuer. Diese Sumpfbrände sind laut Angaben des Rangers normal. Sie entzünden sich manchmal sogar selbst (Moore/Sümpfe können explosive Gase entwickeln) oder werden bei Gewitter durch Blitzeinschlag in einen Baum herbeigeführt. Erst eine Woche bevor wir die Everglades besuchten, hatte es ein weitflächiges Feuer gegeben. Es roch noch sehr verbrannt.



Rasch noch etwas Wissenwertes über dieses berühmte Sumpfgebiet:

Die Everglades reichen vom Lake Okeechobee im Norden bis an die äußerste Südspitze der Florida-Halbinsel. Sie werden auch Grasfluss genannt. Dieser Fluss ist auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen, da er nur selten als offene Wasserfläche zutage tritt. Vielmehr ist diese bis zu 60 km breite Wasserader oft nur einige Zentimeter tief, so dass fast die gesamte Fläche von Gras bewachsen ist, trotzdem fließt er mit 1 Meter pro Stunde. Nur in den etwas erhöhten Gebieten wachsen gelegentlich Bäume, beispielsweise Zypressen, Gumba-Limbo-Bäume, Königspalmen sowie Mahagonibäume.

Bild aus dem Internet

Ein Teil der Everglades, der ausschließlich von den Rangern betreten/befahren werden darf.


Seit 1979 gehören die Everglades zum Weltnaturerbe der UNESCO. Sie wurden jedoch 1993 wegen der zunehmenden Umweltverschmutzung durch Düngemittel und Quecksilber, der Trockenlegung der Umgebung, sowie der zerstörerischen Auswirkungen des Hurrikan Andrew als gefährdet eingestuft, und werden daher auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes geführt. Zwischen 2007 und 2010 wurde diese Einstufung kurzzeitig auf politische Initiative der damaligen US-Regierung aufgehoben, seit Mitte 2010 sind die Everglades wieder als gefährdet eingestuft.

Es folgen wieder unsere Bilder:






                                                                Da..., zwischen Morast und vertrocknetem Schilf....


                                          EIN ALLIGATOR !!!

                                                                                 Baby-Alligator-Alarm!!!


Watt?! Nüscht zu sehen?! Na Ihr müsst schon gaaanz genau hinschauen...

  Obwohl unser Ranger nichts dafür konnte, dass es für seine zahlenden Gäste kaum etwas zu sehen gab, war ihm deutlich anzumerken, wie peinlich ihm die Präsentation der dürftigen Sumpflandschaft war.

So, das war unser Everglades-Erlebnis im Juni 2011.    See you later, Alligator...

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Für den nächsten Tag stand etwas erheblich Eleganteres auf dem Programm und zwar eine Fahrt mit der hübschen

JUNGLE QUEEN


durch das mondäne

FORT LAUDERDALE

Ja, hier haben die Schönen und (vor allem) die Reichen ihr Domizil





Ein Luxus-Anwesen reiht sich an das nächste...


...und wir 08/15-Dampferpassagiere hauchten andächtig: "Woooow..."



Fort Lauderdale wird manchmal auch das "Venedig der USA" genannt, denn es hat viele Grachten und Kanäle, durch welche sich auch unsere vollschlanke Jungle Queen drängelte.




Fort Lauderdale ist zudem ein wichtiger Standort für den Bau und die Wartung von Jachten. Dieser Industriezweig beschäftigt ca. 109.000 Menschen im Broward County. Auf grund der Nähe zu den Bahamas sowie der Karibik und der vielen Kanäle ist Fort Lauderdale ein beliebter Platz für Zwischenstopps von Jachten, und ca. 42.000 Boote haben hier ihren Heimathafen.




Nun, unser dicker Dampfer mag zwar keine schnittige Jacht sein...,


                                                                  aber dafür...


                                   ...macht man der Djungelkönigin überall Platz!






                                                   Ein Wasser-Omnibus









Und alle im Chor: "Wooooow...!!!"








auch nett...







Wir nähern uns der City (Hafen) und damit dem Ausgangs- und...


...Endpunkt unserer kleinen Tour.


Fast hätte ich mich an dieser Stelle von Fort Lauderdale verabschiedet, aber diese schicke Stadt hielt für uns noch eine kleine Überraschung bereit...

...und zwar fernab vom zur Schau gestellten Luxusleben.

Fort Lauderdale hat ein neckisches Schwimm-Star-Museum und das auch noch im angedeuteten Art Deko-Stil, bitteschön:


Im Eingangsbereich lungert Mark Spitz rum.


Amerikanischer Weltklasse-Schimmer
                                                                                           Spitz-Name: "Mark the Shark"

Aber uns interessieren nun mal eher die Hollywood-Stars aus der guten alten Zeit; und wenn diese auch noch besonders dufte schimmen, damit sie sich nebenberuflich von Ast zu Ast schwingen können...

    

beide Bilder wurden dort von der Wand abfotografiert

...dann sind wir hocherfreut.







Johann Peter Weißmüller (genannt Johnny Weissmuller) wurde in Österreich geboren und wurde als Jugendlicher ein US-amerikanischer Schwimmer, Wasserballspieler, fünffacher Olympiasieger und Filmschauspieler. Er war der erste Mensch, der die 100 Meter unter einer Minute schwamm. Er gilt als der bekannteste Tarzan-Darsteller.



Aber es gibt noch mehr professionelle Schimm-Stars von damals, die irgendwann ins Hollywood-Geschäft wechselten und dabei durchaus eine sehr gute Figur machten:

Die süße     Esther Williams



Diese Aufnahme und auch die folgenden Bilder entstanden durch Abfotografieren der dortigen Bilder an den Wänden (ja, das war erlaubt - wir hatten extra gefagt)




Esther Williams war als Teilnehmerin des US-Schwimmteams für die Olympischen Spiele in Tokio 1940 vorgesehen, die wegen des Zweiten Weltkriegs jedoch nicht stattfanden. Sie wurde als weibliche Hauptdarstellerin in der Wassershow Aquacade zusammen mit Johnny Weissmüller so bekannt, dass Hollywood auf sie aufmerksam wurde.


Im Jahr 1966 wurde Esther Williams in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.





Ein Original-Glitzeranzug der Badenixe Esther



Ferner hatte dieses Museum eine kesse Wandbemalung im Treppenhaus





Und damit endet unser Ausflug nach Fort Lauderdale, einer Stadt mit vielen Gesichtern.

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Am vorletzten Tag wollten wir Floridas Keys entdecken. Ihr wisst schon: Key West und so...

Ähnlich wie bei den Everglades hatte ich auch von diesem Ausflug im Vorfeld eine ganz andere Vorstellung als die Realität letztendlich für mich bereit hielt.

Ich hatte mir vorgestellt, dass eine gaaaanz laaaange Straße (Highway) stundenlang übers Wasser führt und man ewig rechts und links nichts anderes sieht als das weite Meer.

Ja, sowas wollte ich erleben. Dieses Gefühl von Freiheit, wenn man fährt und fährt und dabei über die unendlichen Weiten eines Weltmeeres schauen kann.

Nun, wir fuhren und fuhren tatsächlich. Stundenlang. Über eine laaaange Straße, die tatsächlich in irgendeiner Weise über´s Wasser führt - aber eigentlich streift man dabei meistens die winzigen Keys. Das sind Iselchen, die dicht aufeinander folgen und wie an einer Perlenkette aufgereiht wirken. Keine unendlichen Meeres-Weiten in Sicht, kein Freiheitsgefühl für mich...


Nachdem wir bereits dreieinhalb (!) Stunden mit dem Auto unterwegs gewesen waren und ausschließlich Büsche, Bäume und ab und zu ein Häuschen gesehen hatten, wurde ich quengelig. "Wie lange dauert´s denn noch bis Key West?" (Jammer-Tonfall)

Als ich zur Antwort erhielt, dass wir noch nicht einmal die Hälfte der Strecke hinter uns hatten wurde ich nervig: "Hab ich mir alles ganz anders vorgestellt. Blöde, öde Keys hier. Und das geht jetzt noch stundenlang weiter so...?!"

Mike erklärte mir, dass der Weg das Ziel wäre und mir platzte der Kragen: "Weiß nicht, was alle Leute daran so toll finden. Ist doch alles Käse! Ich will nicht mehr weiter im Auto über Mikroinseln fahren. Schade um den schönen, sonnigen Tag. Außerdem hab ich Durst und Hunger; Hunger hab ich nämlich auch!"

Entnervt fuhr der arme Mike auf den Parkplatz des nächstbesten Restaurants - und zwar auf der Islamorada (oben auf der Karte könnt Ihr sehen, dass wir tatsächlich noch nicht betoneswert weit gekommen waren).

Ich kann nur so viel sagen: Wir sind nicht bis nach Key West weitergefahren, sondern sind für den Rest des Tages auf der Islamorada geblieben und ließen es uns in der wirklich schönen Restaurant-Anlage so richtig gut gehen.



Islamorada-Impressionen:


Mmmm, das Essen war großartig!




Hier lässt es sich aushalten!   ;-))














Ha Ha Ha...  So, das war unser Trip (fast) bis nach Key West!   ;-DDD

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Am letzten Tag dieser wunderbaren Reise gönnten wir uns ein paar Stunden Ruhe am Strand. Unser Hotel hat einen eigenen Strandabschnitt und wir relaxten unterm Sonnenschirm.

Florida hat übrigens über 1.400 Km feinsten Sandstrand.


Damit endete einer der interessantesten, aufregensten und auch schönsten (wenn nicht sogar, der schönste) Urlaub, den wir bislang gemacht haben.

Good Bye, heißt  "Auf Wiedersehen!"