
Fangen wir mal mit den Damen an:
Es muss nicht unbedingt ein Petticoatkleid sein.
Für Girls gibt´s auch den TIKI-STYLE mit exotischen Blumen im Haar:

Wie wär´s mit diesen ganz typischen Sarong-Kleidern?!

Die Tiki-Kultur oder Tiki-Style oder auch polynesian pop bezeichnet eine Modewelle.

Aber nicht nur zum Thema "Bekleidung" kann man für den Tiki-Style schwärmen. Sondern auch bei Kunst- und Alltagsgegenständen, z. B. Cocktailbechern (tiki mugs), Lampen, Körperschmuck, Skulpturen usw., sowie in die Wohnhaus-, Bar-, Restaurant- und Hotel-Architektur. Der Tiki-Stil erreichte seine Blüte in den späten 50er bis frühen 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, vor allem nachdem Hawaii 1959 zum 50. Bundesstaat der USA wurde.

In den 1970ern ebbte die Exotik-Welle ab, in den 1980ern begannen ihre Erzeugnisse im großen Stil aus dem öffentlichen Bild vor allem der USA wieder zu verschwinden. In dieser Zeit wurden die Relikte einer kaum thematisierten Pop-Kultur von einer neuen Generation wiederentdeckt und der Begriff „Tiki“ zur allgemeinen Bezeichnung Südsee-inspirierter Trivialkultur erweitert. Ende der 1990er Jahre kam es weltweit zu einem „Tiki-Revival“.

Auch in der Musik gibt es komplementäre Ansätze die sich als Polynesian Pop einordnen lassen wie z.B. hawaiische Hapa Haole Songs, Hawaiian Novelties, Tamouré und Exotica.
Hawaii war Traumziel schlechthin für jeden Amerikaner in den 50er Jahren und Projektion für das wieder gefundene Paradies auf Erden. So entstand eine wahre Flut an Aufnahmen im sogenannten Stil der Hawaiian Novelty, bei denen man die damals populären Musikstile wie z.B. Rock'n'Roll mit Hawaii-Elementen kombinierte. Unzählige Künstler aus den Bereichen Western Swing, Hillbilly, Country, Rockabilly, R'n'B, Rock'n'Roll, Pop, Jazz, Latin, ließen sich von der Südsee inspirieren.

Stimmt: Die Herren können natürlich auch im Tiki-Style unterwegs sein. Man(n) ziehe sich einfach ein Hawaii-Hemd an ;-))

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"Unsere" Marlene Dietrich machte in den 30er und 40er Jahren die Hose für die Dame gesellschaftsfähig.

Das war damals eine absolute Revolution und auch Provokation. Die biedere Gesellschaft schlug Alarm - konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Plötzlich sah man sie überall: Die "Marlene-Hose".

Katharine Hepburn war ein großer Fan dieses neuen, am androgynen Dandy Look angelehnten, Kleidungsstils.

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Der Rockabilly hat seinen Ursprung in den ländlichen Gegenden der USA (Südstaaten) und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass einige Rock´n´Roller den "FARMER-STYLE" pflegen.

Diese junge und zierliche Frau, nennen wir sie Miss Dexter, sieht entzückend aus mit dem Vintage-Hausfrauentuch (Bandana) um den Kopf. Sie wirkt ganz und gar nicht wie ein plumpes Waschweib. Aber nicht jeder Frau steht dieser Look. Also Vorsicht beim Farmer-Style!
Und ohne Jeans/Denim (oft Latzhosen/Dungarees) läuft da gar nichts, denn schließlich...

...bestand die amerikanische Landbevölkerung damals wie heute aus zumeist hart arbeitenden Menschen - entsprechend bequem und lässig war (ist) ihr Style.

Jaaa, die Farmergirls und auch die Burschen hatten stets viiiiel zu tun! ;-))

Und wenn man (Mann) so kernig aussieht, dann fehlen selbst mir die Argumente gegen diese Latz-Dinger.
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Der "SAILOR-STYLE" oder auch Marine-Look wurde bereits in den 20er Jahren entdeckt. Coco Chanel machte ihn salonfähig.

Seitdem flackerte dieser Modestil in jedem Folgejahrzehnt wieder auf - so beliebt ist dieser Design-Dauerbrenner. Auch in den 40er Jahren war der Matrosen-Stil total angesagt. Vor allem in den USA - nicht zuletzt wegen des gewonnen Krieges und der typisch amerikanischen Uniformververherrlichung.
Aber der Sailor-Style sieht schon cool und sexy aus, das muss man zugeben ;-))


Können sich eigentlich auch die Burschen im Sailor-Look sehen lassen?! Die (heterosexuell orientierten) Herren sollten vielleicht lieber die Finger von dieser Modestilrichtung lassen - es könnte zu Missverständnissen kommen...

Ich finde, zum Thema "Seemann" passt doch was traditionell Irisches richtig gut, oder?!
Und eigentlich gibt es ja sowieso nur einen einzigen Kerl, der "kerlig" genug ist für den Matrosen-Anzug:

Ahoi!
Die Damen wissen jedenfalls genau, was ihnen steht und präsentieren selbstbewusst den blau-weißen Style nebst Akzenten in Rot!

Schaut mal nach bei "Pony Mädchen" (die nächste Grafik ist verlinkt)

Und wer von Uniformen einfach nicht genug bekommen kann, für den gibt´s den
"Military-Style"
Ein Modefimmel, der erstmalig in den 40er Jahren (in Amerika) zum Vorschein kam - natürlich aus den gleichen Gründen, wie beim Matrosen-Look.
Die Damen trugen sogenannte "Schiffchen" auf dem Kopf. Schaut Euch mal die Andrew Sisters an:

...oder die Star Sisters, welche etwas später die obigen Schwestern nachahmten:


Schaut mal nach bei "Pony Mädchen" (das Bomb-Girl rechts ist verlinkt)

Und für die Herren gilt hier, meines Erachtens, das Gleiche, wie beim Sailor-Style.
Schließlich gibt es doch eigentlich nur einen Adam, der abgefahren genug ist für den Military-Look:

Die New Romantic-Welle brachte in den 80ern Erstaunliches hervor
Trotzdem gilt weiterhin für alle: STAY WILD!!!
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Zu meiner Teddy Girl-Zeit in den 80er Jahren trug ich als weiblicher Rock´n´Roller natürlich hauptsächlich Petticoatkleider. Ab und zu mal einen engen Rock, 7/8-Hosen, Steghosen oder natürlich Umkrempel-Jeans (TurnUp).
Vom sogenannten "PinUp-Style" hatte ich damals noch nichts gehört. Diese Stilrichtung war uns Teddy Girls einfach nicht geläufig, bzw.: wir verwendeten diese Bezeichnung nicht.
Dabei flammte der PinUp-Style bereits in den 40er Jahren wild auf und zog sich dann kess durch die Fuffziger.

Dieses Modehighlight wurde in den späten 90ern wiederentdeckt, modifiziert und kennt bis heute kein Halten.
Wer im PinUp-Style unterwegs ist, muss nicht unbedingt in Unterwäsche oder im Bikini seine Umwelt erfreuen. So geht´s auch:

Ganz wichtig ist natürlich auch eine extravagante Frisur.

Genau: Die PinUp-Röllchen (Victory Rolls) müssen sitzen und die 40/50er Jahre lassen herzlichen grüßen!
Oh ja, natürlich: Der Bettie-Page-Pony darf absolut nicht fehlen und das lange Haar muss rabenschwarz sein!

Bettie Page (das Original) Neuzeit
Heutzutage gehören zum PinUp-Style unbedingt ein paar Tattoos. Viele Mädels sind tätowiert. Also: Auf zum nächsten Studio (Piercings nicht vergessen)!

Wer sich in Berlin aufhält, kann sich übrigens im Salon "Kaiserschnitt"
Grafik verlinkt
haarmäßig einen fachgerechten Nostalgielook verpassen lassen - das gilt für Damen genauso wie für Herren!
Der ausgesprochen stylish-schöne Salon verteilt sich über zwei Ladengeschäfte, die unmittelbar nebeneinander liegen und durch einen Flur miteinander verbunden sind.
Links gibt es den hübschen Damensalon und rechts das schicke Studio für den Herren


Achtung: Ohne Terminvereinbarung habt Ihr allerdings nicht den Hauch einer Chance...
Aber auch hier solltet Ihr mal vorbeischauen - Rockin´Barber:

Na und wie wär´s damit?! Die erste Grafik ist verlinkt
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In den vergangen 15 Jahren sah man kaum mal einen Petticoat unter einem Kleid vorblitzen. Irgendwie waren irgendwann die hübschen Unterröcke auch in der Rock´n´Roll-Szene nicht mehr angesagt.
Der Trend geht aber wieder hin (oder zurück) zum Petticoat. Immer häufiger sieht man sie wieder und ab und zu werde ich gefragt, ob ich wüsste wo es die besten gibt.

Was der Rockabilly/Rock´n´Roll mit "Kirschen" zu tun hat wird ebenfalls oft gefragt, denn dieses Motiv gibt es häufig.

Antwort: In den 50er Jahren waren Motivkleider oder Motivröcke total angesagt. Diese Kleidungsstücke waren bunt bedruckt und zwar mit jeweils ganz unterschiedlichen Motiven.




...oder eben auch mit Früchten.

Sogar der sog. "Poodle-Skirt" gehört zu den typischen 50er Jahre Motiv-Kleidungsstücken.



Nunja. Meine Mutter besaß jedenfalls damals u.a. einen weitschwingenden Rock - bedruckt mit Waldbeeren (Brombeeren, Him- und Heidelbeeren nebst dazugehörigem Grünzeug) - Also bitte, warum nicht auch: Kirschen?!
Außerdem erinnern die runden Kirschen an Punkte (Polka Dot) - welche damals ebenfalls absolut "in" waren.


Ja, stimmt: Die obigen Kleider in rosé und dunkelgrün sowie das blaue Pünktchenkleid haben den gleichen Schnitt, den gleichen Stil. Schaut mal nach unter:
Grafik verlinkt
Bei "DaWanda" könnt Ihr online Fifties-Klamotten und Accessoires (sogar Möbel/Haushaltsgegenstände) sowie unzählige Reproduktionen und Maßgeschneidertes kaufen (Petticoat-Grafik ist verlinkt):


Der Berliner Rock´n´Roller kann aber auch gern mal hier vorbeischauen (rechte Grafik ist verlinkt):
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Die heutigen Rockabilly-Modelabel sind bei einigen Rock´n´Rollern nicht angesagt. Alles viel zu plakativ im Style, zu kommerziell vermarktet, usw. Immer wieder tauchen längst beantwortete Fragen auf, wie was haben Kirschen oder Schwalben mit Rockabilly zu tun? etc. Vielleicht liegt dieses vehemente Abweisen auch eher im eigenen schmalen Geldbeutel begründet, denn die Label-Klamotten sind ziemlich teuer.
Wer das alles nicht ganz so streng sieht und obendrein ein paar Mücken übrig hat - oder sich einfach mal einen Überblick verschaffen möchte - kann unter folgenden Links ein wenig stöbern.
Vorschlag: Macht es wie ich - Sammelt Euch halt ein paar Label-Klamotten, ein bisschen was (nicht von mir) Selbstgenähtes und einige Original-Kleidungsstücke aus den Fuffzigern zusammen.
Und nun viel Spaß beim Shoppen!
Magic Twain liefert Vintage - Mode (Grafik ist verlinkt)
Auch klasse: Rock ´n Road
Für Mädels gibt´s "Mädchentraum" (Fashion)
"Rockabilly Rules Online Shop" (Red Hot and Blue):
Werft auch mal einen Blick auf Suicide Glam (Grafik ist entsprechend verlinkt):
Lucky Lola (Schickes auch für größere Größen):
Nicht vergessen: Auch bei DRESS - O - RAMA gibt´s real cool stuff:
Außer im Online-Shop kann man Dress-O-Rama-Klamotten auch im Ladengeschäft des "ACE Shop" Schönhauser Allee 170 in 10435 Berlin kaufen.
REDCAT 7 hat auch nette Klamotten:
Tolle Sachen kann man im "Boom Chicka Boom Store" Rockabilly Hamburg erstehen:
Schuhe für "Sie" und "Ihn" gibt´s z.B. online oder auch im Ladengeschäft: "BLUE MOON", Damaschkestr. 24 in Berlin (linke Grafik ist verlinkt)
Retro-Schuhchen kann man auch bei "RE-MIX" kaufen:
Aber Botten gibt´s auch bei Underground oder...
...im Moloko-Shop:
Koole Klamotten gibt´s seit Februar 2012 im Shop "Ur The Scene"
Vor allem die Mädels sollten mal unter Rockabilly Clothing bummeln gehen!
Mittlerweile dürfte jedem aufgefallen sein, dass ein ganz bestimmtes Girl hier ständig zu sehen ist. Kein Wunder, denn ihr steht einfach alles! Na dann schaut doch endlich mal bei der süßen Bernie Dexter vorbei ;-))
Die Artikel des Rock-A-Tiki befinden sich seit Ende Juni 2011: Große Hamburger Str. 19a in Berlin Mitte.
Archivaufnahmen von der einstigen (sehr geschätzten) Location:


...und - zum Anderen - wäre da noch: "Crazy Box":
Bei Unicorn gibt es u.a. auch einige Drapes . Schaut mal nach unter:
Obwohl ich die Rubrik "Musikstile /Teddy-Boy-Style" habe, werde ich auf das Thema "Drapes" an dieser Stelle näher eingehen und wer einen guten Schneider für diese Kleidungsstücke kennt - bitte Mail an mich.
Inzwischen wurde mir das "Atelier Ruth" (nicht nur, aber auch, für Drapes) empfohlen - Ovales Bild anklicken:

Teddy Boys, Teds, oder auch Cosh Boys genannt, sind ursprünglich eine jugendliche Protestbewegung, die sich erstmals Anfang der 1950er Jahre in England entwickelte. Neu an der Teddy-Boy-Bewegung war, dass sie sich bewusst nicht als Subkultur unter die Gesellschaft stellten, sondern durch vornehme Kleidung den etablierten Mittelstand als die Proletarier abstempelten. M.E. ist allerdings jede Gruppierung, die vom Mainstream abweicht, eine Subkultur. Egal. Der Protest der Teds war hauptsächlich gesellschaftlich ausgerichtet ohne politische Intention. Die Teddy Boys machten vor allem durch ihre Kleidung auf sich aufmerksam. Der typische Ted trug fast knielange Anzugjackets, die so genannten Drapes, mit breitem Revers und farbig abgesetzten Applikationen. Hinzu kamen enge Hosen (drainpipe trousers) und Schuhe mit hohen Crêpe-Sohlen (Creepers). Dieses Ensemble wurde von der obligatorischen Elvis-Tolle abgerundet, und häufig mit auffällig gemusterten Anzugwesten ergänzt. Die drapes gaben den Teds ihren Namen, denn ursprünglich waren diese langen Jacken unter dem britischen König Edward VII. (Herrschaft von 1901 bis 1910) in Europa populär gewesen – Teddy ist die Koseform für „Edward“. Die Teds wurden deshalb zu Anfang auch als „Edwardians“ bezeichnet. Nachdem die Teds in den 1960er Jahren langsam durch andere Subkulturen abgelöst wurden, erwachten sie Anfang der 1980er Jahre zu neuem Leben.


UK-Teddy Girls tragen keine Petticoats, sondern...

...Drapes oder Kostüme
Die Teds sind bei weitem nicht die einzige Subkultur, die sich zumindest musikalisch auf den Rock’n’Roll berufen. In den USA entwickelte sich nach Kriegsende eine Jugendkultur aus dem Arbeiter- und Kleinbürger-Milieu: die Halbstarken (engl. Rocker). Wie die Teds standen auch die Halbstarken auf Rock’n’Roll und Haartolle und waren politisch wenig engagiert. Doch gaben sie durch ihr Äußeres zu erkennen, welcher sozialen Schicht sie entstammten: Halbstarke trugen enge Blue Jeans (Arbeiterhosen), T-Shirts oder kurzärmelige Hemden und schwere Lederjacken. Turnschuhe aus Leinen (Chucks) und schwere Flieger- oder Motorradstiefel rundeten das Bild des Halbstarken ab. Der Schauspieler James Dean verkörperte in seinen Filmen den Prototyp des rebellierenden Halbstarken.

Greaser


und die dazu passenden Girls
Eine Mischform aus Punk und Rock’n’Roll ist der Psychobilly, nicht nur musikalisch, sondern auch modisch. Hier werden die Merkmale der Teds in übersteigerter Weise hervorgehoben; so wird etwa die Tolle zum Flat, und die Wallet Chain weicht dem Nietenhalsband. Ebenfalls nicht zu den Teds zählen die Rockabillies; sie sind das modische Bindeglied zwischen Teds und Rockern. Neben Haartolle und Nietenhose (Jeans) tragen Rockabillies häufig sog. Bowling- oder Workershirts und College-Jacken. Einen gelungene Milieustudie der Rockabilly-Szene ist der Film „The Wanderers“ aus dem Jahr 1979.
































