
Die ersten drei Bands lieferten Punkabilly mit der Betonung auf "Punk" und ich kann nicht verhehlen, dass mir eine Gewichtung auf "Billy" lieber gewesen wäre.
THE SILVER SHINE kannte ich bereits - diese Truppe hatte ich im Februar 2011 als Vorband von den "Long Tall Texans" im K17 erlebt.
Farbtupfer war auch diesmal wieder der rot-schwarze Bass sowie sein zierliches Frauchen.









Vielen Dank an THE SILVER SHINE aus Budapest!

Die Mitglieder der beiden folgenden Bands sind meines Empfindens allesamt "Schrammler" - was nicht bedeutet, dass sie ihre Instrumente nicht beherrschen würden. Die können spielen, aber sie schrammeln - zumindest live - ihr Repertoire relativ gleichförmig runter. Ein Schrammel-Song klingt wie der andere.
Dafür machten die nun unmittelbar folgenden THE BRAINS aus Montréal (Canada) optisch viel her.
Viel Augenschmaus bieten uns jetzt: THE BRAINS

So, rasch mal den (aus meiner Sicht) besten Song der Band rausgesucht und los geht´s!





Nicht nur dieser Gitarrist hatte ziemlich fiese Kontaktlinsen drin...




...auch der andere Gretsch-Quäler hatte Augen wie Phantomas (coool)

Achtung Mädels, augepasst!

Denn auch der Drummer weiß sich in Szene zu setzen -
er macht sich mal eben Obenrum frei.







Freihändige (!) Akrobatik - sowas beeindruckt!

Normalos und brave Familienväter...

...sind meist die verrücktesten...

...Pogo-Tänzer!


Aber, wer glaubt, dass Psychobillies oder Punks immer nur...

wrecken oder pogen würden...,

...liegt völlig falsch!



Vielen Dank an THE BRAINS !

So, nun zur musikalisch (und visuell) schwächsten Band dieser Veranstaltung:
THE PHANTOM ROCKERS

Auf der Rückfahrt im Auto sagte Mike unvermittelt: "Also, die verlebte Blondine mit der Sonnenbrille ging ja nun mal gar nicht, oder...?!"
Ich wusste zunächst nicht, was oder wen er meinte, aber dann dämmerte es mir:

Ja, auch ich war erstaunt gewesen, dass H.P. Baxxter
von "Scooter" uns mit Punk veräppeln wollte, um letztendlich aber festzustellen, dass...
es sich tatsächlich um Mark Burke, einem ehemaligen...

...Basser von "The Krewmen" handelt. 
The Phantom Rockers gründeten sich im Jahr 1988 - nach dem Ausscheiden von Burke bei Krewmen.
Hier mal ein altes und durchaus cooles Cover ihrer LP: 
Zwischen Krewmen und den (heutigen) Phantom Rockers scheinen Welten, ja: ganze Galaxien zu liegen.
Nachtrag: Ramona findet übrigens , dass Burke eher Billy Idol ähnlich sieht:

Hm..., nicht nur Burke ähnelt Idol:

Jawoll, das ist Horror-Rock!


Nicht jedem am Bühnenrand taten von dieser Darbietung Augen und Ohren weh.
Denn wer die richtige Entspannungstechnik drauf hatte...,

...konnte jegliches Unwohlsein wegdrücken.
Einziger Lichtblick: Der jüngere Gitarrist






Für mich war es schade, dass sich diese Psychobilly-Band der alte Schule so präsentierte, wie sie sich an diesem Abend nun einmal präsentierte - denn im Vorfeld war ich sehr gespannt gewesen und hatte diese Truppe vorab als geheime Favoriten unter den drei Vorbands eingestuft.
Tja.. danke, PHANTOM ROCKERS (zum Glück erlöst uns nun gleich der Reverend)


...knipsten immer wieder
des Meisters wunderschöne Gitarre

Bassist JIMBO WALLACE...

...stimmt sein Instrument selbst und
grinst auch mal nett herüber

(es wurden übrigens mehr Songs als die hier aufgeführten gespielt)
THE REVEREND HORTON HEAT !!!
Hier ist er auch schon, der Gitarrenmeister: JIM HEATH (Der Reverend)

gestylt bis in die...

...bestickten Creep-Fußspitzen





JIMBO - SONG !



Das Besondere an dieser Band ist nicht nur die Tatsache, dass es sich um herausragend gute Musiker handelt, sondern auch die (musikalisch) breit gefächerte Palette, die sie ganz lässig auf der Pfanne haben:




...gibt es aber auch Country, wie hier einen Johnny-Cash-Titel :



Selbstverständlich halten sie auch Rockabilly/Fifties Rock´n´Roll für uns parat - und zwar passend zur Weihnachtszeit: Run Rudolph Run
Jaaa, ganz recht: der Reverend und Jimbo tauschten die Instrumente!


Aber es geht noch einfallsreicher: Mad Sin - Bassist "Valle" darf mal an Jimbos Heiligtum

..und zupft fröhlich - nach "Big Little Baby" - den Bill-Haley-Titel: ROCK THE JOINT !
Die Band - samt Valle - blieb bei ihrer Rock the Joint-Version übrigens ziemlich eng am Original.







Danke, Valle! Das war ne nette Überraschung!

"War mir eine Ehre - hat Spaß gemacht!"

Schwups, schon hat Jimbo seinen Bass wieder.

Mit Fullspeed geht´s weiter (eines der besten Sauflieder, die es gibt):





Danach: Dunkelheit. Der Reverend und der Drummer verlassen die Bühne, Jimbo schüttelt einigen Leuten (auch mir) dankend, aber auch verabschiedend die Hand...

Neeeeeee... ZUGABE !!! WE WANT MOOOOORE !!!
Und siehe da: Lights! Es folgt noch ne coole Besetzungs-Überraschung, denn...
der begabte Roadie...

...rotzt uns rotzefrech und stilecht den Motörhead-Klassiker
THE ACE OF SPADES
GEI -EL!






(watt ne coole Socke...)
"Danke, Kollege !"


Wow, was für ein tolles Konzi!
Der nicht immer leichte Weg durch die drei Vorbands hat sich absolut gelohnt !
Kommt bald wieder, Ihr rockenden Texaner - lasst uns nicht lange warten ;-)
