Teds / Teddy Boys
Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre kamen, zunächst in England und dann auch bei uns in Deutschland, immer wieder die Teds zur Sprache oder einem vor die Augen.
Es handelt sich dabei hauptsächlich um männliche Mitglieder einer Protest-Jugendbewegung, die es bereits (eher in England) seit den 50er Jahren gibt. In den Sixties wurde es ruhiger um die Teddy-Boys (auch Cosh Boys genannt), aber bereits in den Siebzigern hatten sie ihr Comeback.
Die Teddy Boys wollten keine (schmuddelige) Subkultur darstellen, sondern traten mit geradzu vornehmer Kleidung in Erscheinung. Ihr opulenter Kleidungsstil richtete sich nach King Edward VII, dessen kurzer Rufname "Ted" war.
Textquelle: Wikipedia
Meines Erachtens muss der Begriff "Subkultur" nicht zwangsläufig auf die gesellschaftliche Unterschicht hindeuten. Vielmehr handelt es sich dabei doch um etwas von der allgemein anerkannten Kultur Abweichendes - um z.B. Musik oder Mode, die eben nicht der Normalität oder dem Mainstream entspricht. Insofern waren und sind die Teds eben doch eine Subkultur. Denn der Protest der Teddy Boys galt damals vor allem gesellschaftlichen Konventionen, war jedoch nicht politisch ambitioniert.
Wer noch mehr über die Teds erfahren möchte: Bitte Grafik anklicken.Nicht alle Teddy Boys sind heutzutage blutjung. Einmal Ted...
...immer Ted!

Der typische Ted trug fast knielange Anzugjackets, die so genannten Drapes, mit breitem Revers und farbig abgesetzten Applikationen. Hinzu kamen enge Hosen (drainpipe trousers) und Schuhe mit hohen Crêpe-Sohlen (Creepers). Dieses Ensemble wurde von der obligatorischen Elvis-Tolle abgerundet und gern auch mit auffällig gemusterten Anzugwesten ergänzt. Wie bereits oben erwähnt, gaben die Drapes den Teds ihren Namen, denn ursprünglich waren diese langen Jacken unter dem britischen König Edward VII. (Herrschaft von 1901 bis 1910) in Europa populär gewesen – Teddy ist die Koseform für „Edward“. Die Teds wurden deshalb zu Anfang auch als „Edwardians“ bezeichnet.

Aber die Teds zeigten ihren Protest auch durch die von ihnen bevorzugte Musik: den Rock ’n’ Roll. Wie in den USA wurde der Rock ’n’ Roll in Europa als „Neger-“ oder „Hottentotten-Musik“ von der Generation der Eltern und Großeltern abgelehnt. Hinzu kamen Krawalle und Massenschlägereien im Anschluss an Rock-’n’-Roll-Konzerte oder -Filme, die die etablierte Gesellschaft in ihrer Ablehnung noch bestärkte.


Nachdem die Teds in den 1960er Jahren langsam durch andere Subkulturen abgelöst wurden, erwachten sie Anfang der 1980er Jahre zu neuem Leben. In Deutschland kam es zu Beginn der 1980er noch vielfach zu Auseinandersetzungen zwischen Teds und anderen Jugendkulturen in Großstädten. Oft galten die Teds als mit den Punks als verfeindet. Schlägereien und regelrechte Bandenkriege waren keine Besonderheit. In der Provinz sah die Sache anders aus: Die Subkulturen waren aufeinander angewiesen bei Anfeindungen durch die bürgerliche Gesellschaft. Hier bildeten sich Gruppen aus Punks und Teds, die sich dann in Mode und Musik gegenseitig beeinflussten.

Heute ist die Teddy-Boy-Szene im Koordinatensystem der Subkulturen stärker nach links verschoben. Die Anwesenheit von Punks, Redskins oder Alternative-Rockern auf Rock’n’Roll-Konzerten ist keine Seltenheit mehr.

Die Teds sind bei weitem nicht die einzige Subkultur, die sich zumindest musikalisch auf den Rock’n’Roll berufen. In den USA entwickelte sich nach Kriegsende eine Jugendkultur aus dem Arbeiter- und Kleinbürger-Milieu: die Halbstarken (engl. Rocker). Wie die Teds standen auch die Halbstarken auf Rock’n’Roll und Haartolle und waren politisch wenig engagiert. Doch gaben sie durch ihr Äußeres zu erkennen, welcher sozialen Schicht sie entstammten: Halbstarke trugen enge Blue Jeans (Arbeiterhosen), T-Shirts oder kurzärmelige Hemden und schwere Lederjacken. Turnschuhe aus Leinen (Chucks) und schwere Flieger- oder Motorradstiefel rundeten das Bild des Halbstarken ab. Der Schauspieler James Dean verkörperte in seinen Filmen den Prototyp des rebellierenden Halbstarken.
Greaser

Zurück zu den Teds: Mike hat einen interessanten Artikel aus der Zeitschrift Spiegel entdeckt über Londoner Teddy Boys - aber eben auch über: Teddy Girls
(klickt mal das Bildchen an)

Eine Berliner Band zu Beginn der 80er Jahre:

Den folgenden Flyer könnt Ihr öffnen - lest mal die paar Zeilen; es lohnt sich!

Zu Beginn der 80er Jahre liefen die Berliner Teds stets am 16. August (zum Elvis Todestag) über dem Ku´damm. Hier eins von meinen Bildern zu diesem Thema:

Karl K. Ramba hat mich auf dieses Filmchen aufmerksam gemacht (etwa eine Minute lang wird am Anfang eher Uninteressantes gezeigt; aber habt Geduld...):

Die Teddy Boys orientieren sich am Fifties Rock´n´Roll / Rockabilly - kreierten aber in den 70er Jahren einen eigenen Sound; den Teddy Boy Rock. Auch heutzutage pflegen etliche Bands diesen musikalischen Style:
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In den 80ern musste es die Band Crazy Cavan sein:

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Aber auch Matchbox waren sehr angesagt:

An dieser Stelle möchte ich Ted Herold, einen deutschen Interpreten (aus den 50er, aber auch aus den 80er Jahren), nicht verschweigen.
Leider konnte ich keinen Video-Einspieler seiner Version von o.g. Matchbox-Titel, lt. Herold: "Rockabilly Willy" finden ;-)

Daher gibt´s hier was Nettes von ihm aus den Fifties...
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Genau an dieser Stelle - und extra für Roy: Flying Saucers !!!

Schööön "dreckig" ;-))
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THE Lennerockers:



Foto: Western Saloon im Sept. 2011
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Lou Cifer & The Hellions:

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Furious: Eine aktuelle Band mit jungen Burschen aus UK.
Live erlebt beim Brandenburg-Meeting im Aug. 08:

Das Video wurde bei genau dieser Veranstaltung gedreht.

Furious im Home of Rock´n´Roll (Januar 2011)
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The Town Rebels aus Hessen waren im November 2011 im Home of Rock´n´Roll

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Die coolen Foggy Mountain Rockers konnten wir im Aug. 09 beim Brandenburg-Meeting genießen.

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So und hier nun extra für Eric: Black Raven

Fotos: Worldwide Rockers Tour II im Flame Diner am 11.03.2012

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Und wenn wir schon dabei sind: Die Panhandle Alks sollten dann auch nicht fehlen, stimmt´s Eric?! ;-D

(beim Brandenburg Meeting 2010 in der Eldorado Westernstadt)
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An dieser Stelle passt die Rockabilly Mafia aus dem hohen Norden Deutschlands super rein:

Fotos: Berlin, K17 im April 2012

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Kennt Ihr eigentlich schon die Bayerischen RESTLESS CATS ?! Dit sind se!!

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The Limiteds aus Finnland waren bei der Worldwide Rockers Tour II richtig klasse!

Flame Diner am 11.03.2012
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untere Grafik anklicken und lesen (herrlich!)
(übrigens ein Artikel aus einer hochseriösen Wirtschaftszeitschrift)
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Hier mal ein seeehr nettes Filmchen ;-))
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Merke: Wer Elvis Presley beleidigt, wird... äh - nicht ungeschoren davon kommen!



