Anfang der Achtziger Jahre packte mich das Rock´n´Roll-Fieber und ich wurde Teddy Girl. Im Alter zwischen dreizehn und fünfzehn Jahren malte ich mit Feuereifer die folgenden Bilder, obwohl ein großes Zeichentalent nicht unbedingt erkennbar war.

Im Januar 2011 fiel mir das ganze Material bei einer Aufräumaktion überraschend (nach rd. 30 Jahren) in die Hände und es war sofort klar: Man sollte es der Welt nicht vorenthalten!


Lucky glaubt, "Graf Zahl"    an der Kasse erkannt zu haben.

Die Tendenz ist richtig, Lucky. Es handelt sich jedoch um Bela Lugosi  , der nur mal rasch nachfragen wollte, wann der Film "Dracula" aus dem Jahre 1931 endlich wieder gezeigt wird.


Und Ramona hat angemerkt, dass ich die Griffe an der Eingangstür wohl zunächst an anderer Stelle hatte anbringen wollen (verdammt, ich hatte gehofft, das merkt keiner...).




Diese siamesischen Teddy-Girl-Zwillinge sind auf dem Weg...


...ins leider falsch geschriebene "Be Bop" - einem Tanzschuppen, den es in der Realität nicht gegeben hat.

Dass die Straßenlaterne im Vordergrund kleiner ist, als die Mädchen im Hintergrund, ist der großen Begabung der Künstlerin zu verdanken.

So, das ist das Be Bo(b)p von Innen und am besten gefällt mir (und Moni auch)...


...die absolut talentfrei gezeichnete - akrobatische - Tanzeinlage links.

Sue hat angefragt, wer denn da beim DJ unter dem Tisch sitzen würde?
Antwort: Da sitzt keiner Sue. Hallooo...   Das ist der Plattenteller!

Wookie ist aufgefallen, dass die Außentür des "Be Bop/b" ganz anders aussieht, als die Tür innen und er stellt in Frage, ob es sich überhaupt um den selben Laden handelt?!
Antwort: Du hast eben keine Fantasie, Bursche. Klar sehen die Türen unterschiedlich aus. Das liegt daran, dass man von Außen zunächst in eine Art Vorraum gelangt. Dort kann man Jacken/Mäntel abgeben usw. Von dort aus geht es dann durch die schlichtere Tür in den Tanzsaal nebst Bar (du Erbsenzähler).


Das folgende Bildchen hat leider einen Tesafilm-Schaden (oooch):


Diesen Treffpunkt mit der Karreebank hatte es tatsächlich in Berlin-Schmargendorf gegeben. Allerdings waren niemals dermaßen viele Teds gleichzeitig dort  ;-)

Man beachte den Spießer rechts im brauen Anzug. Mit so einem langweiligen Biedermann wollten wir jungen Rebellen natürlich nichts zu tun haben.

Mike wollte wissen, wieso der Spießer eine Säge in der Hand hält?  Antwort: Mensch, Mike: Es handelt sich um einen geschlossenen Knirps-Regenschirm und keineswegs um das Handwerkszeug eines psychopathischen Massenmörders.

Moni ist der Meinung, dass der Spießer wie Bruce Darnell laufen würde.


Na schön. Dann handelt es sich auf der Zeichnung wohl um einen Biedermann mit Modelqualitäten - Drama, Baby!

Der Knörps-Rägenschörm muss au´ läben!




Ja, diese doofen Plastics damals waren schon eine echte Plage...    ;-D

Carsten wollte wissen, ob der arme Plastic blind sei -  wegen der Augenbinde und Carsten hatte sich auch über die Banderole am Arm gewundert und vermutet daher, dass sich die anderen beiden hier wohl (politisch völlig inkorrekt) über einen Behinderten lustig machen.

Lieber Carsten: Der enorm schlecht gestylte Plastic trägt keine Augenbinde, sondern das, was er für eine coole Sonnenbrille hält. Die Banderole an seinem Arm ist ein Shakin-Stevens-Aufnäher und demnach kann man mit Gewissheit davon ausgehen, dass der Bursche "irgendwie behindert" ist und eine Beschimpfung gerade mal das Mindestmaß an politischer Korrektheit erfüllt.

Aber auch die Künstlerin, welche sich für das folgende Bild zu verantworten hat, ist nicht frei von Naivität und an Leichtsinn grenzender Risikobereitschaft:


Völlig vermurkste Sterne - wenn das ein linientreuer Teddy Boy sieht, bin ich geliefert...




Ja, wir Teenager hatten uns damals oft auf der Straße getroffen, gequatscht...


...Musik gehört und es wurde natürlich auch heftig geflirtet. Liebeskummer blieb ebenfalls nicht aus (wer tröstet mal rasch den traurigen Elvis-Fan da hinten?!).



Tatsächlich war Elvis Presley "bei uns" in den 80ern erheblich präsenter als er es heute bei den Rock´n´Rollern ist.


Die U-Bahn war in meinen Teenagerjahren mein Fortbewegungsmittel Nr. 1 !


Folgerichtig hat Ramona wissen wollen, ob ich mich auf diesem Bild wiederfinde?! Antwort: Ja, ich bin der Punk ganz links.

Mike hat sich gefreut, dass nun endlich doch noch ein unflätiges Wort diese Homepage ziert (siehe ganz rechts).

Wookie möchte wissen, ob die rattenscharfe Zugabfertigerin mit dem knallroten Haar (links auf dem Bahnhof) Single ist?!

Dazu kann ich nur sagen:  ZURÜCK BLEIBEN !!!